Katzen vermissen uns mehr, als wir denken!

Von wegen: Hunde haben Frauchen und Herrchen – Katzen haben Personal!

Die Vorstellung, dass Katzen im Vergleich zu Hunden grundsätzlich unabhängig und distanziert sind, gilt vielfach als überholt. Viele Katzen vermissen ihr Frauchen bzw. ihren Lieblingsmenschen spürbar, besonders bei enger Bindung und fehlender Gewöhnung an regelmässiges Alleinsein.

Studien wie die von der Verhaltensforscherin Kristyn Vitale von der Oregon State University zeigen, dass Katzen – ähnlich wie Hunde – sichere Bindungen zu ihren Besitzern aufbauen können.

Etwa zwei Drittel aller Hauskatzen zeigen eine stabile und „sichere Bindung“ zu ihren Menschen, nutzen sie als Quelle der Sicherheit und suchen deren Nähe nach Trennungssituationen.

Die Annahme hingegen, Katzen wären „Frauentiere“, ist eher ein Überbleibsel aus Alltagsbeobachtung und Statistik (mehr Katzenhalterinnen), nicht aus tierpsychologischer Forschung.

Verhaltensforscher wie der US-Biologe Dennis C. Turner betonen, dass Katzen stattdessen Menschen bevorzugen, die sensibel, auf Augenhöhe und rücksichtsvoll mit ihnen umgehen. Eigenschaften, die laut Studien und Beobachtungen häufiger bei Frauen auftreten, aber nicht exklusiv sind.

Hinzu kommt: Frauen gehen öfter in die Hocke, beugen sich zur Katze hinunter und sprechen häufiger mit ihr, was Katzen als angenehm und weniger bedrohlich empfinden.